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Fachanwalt Mietrecht


Den „Fachanwalt für Mietrecht“ gibt es seit 2004, genauer gesagt hat die zuständige Satzungsversammlung der BRAK (Bundesrechtsanwaltskammer) die Einführung der neuen Fachanwaltschaft "Fachanwalt für Mietrecht" am 22. November 2004 beschlossen.

Ganz grundsätzlich muss der Fachanwalt für Mietrecht auf den sein Fachgebiet umfassenden Teilbereichen besondere praktische Erfahrungen und theoretische Kenntnisse besitzen (§ 2 Abs.1 FAO). Für den praktischen Bereich bedeutet dies, dass der Rechtsanwalt mindestens 120 Fälle und davon mindestens 60 gerichtliche Verfahren aus dem Wohnungseigentum und Mietrechtrecht bearbeitet haben muss.

Wiederum 60 dieser Fälle müssen dabei aus folgenden Bereichen stammen:
  • Recht der Wohnraummietverhältnisse
  • Recht der Gewerberaummietverhältnisse und Pachtrecht
  • Wohnungseigentumsrecht
  • Maklerrecht
  • Nachbarrecht und Grundzüge des Immobilienrechts
  • Miet- und wohnungseigentumsrechtliche Bezüge zum öffentlichen Recht, einschließlich Steuerrecht
  • Miet- und wohnungseigentumsrechtliche Besonderheiten des Verfahrens- und Vollstreckungsrechts
Der Nachweis der theoretischen Kenntnisse erfolgt in der Regel durch einen anwaltsspezifischen Lehrgang. Dabei muss die Gesamtdauer des Lehrgangs mindestens 120 Zeitstunden umfassen. Um diesen hohen Standard auch über die Jahre zu gewährleisten sind alle Fachanwälte zudem verpflichtet sich laufend fortzubilden (§ 15 FAO).
 
Momentan gibt es folgende Fachanwaltsbezeichnungen:Fachanwalt für Verwaltungsrecht, Steuerrecht, Arbeitsrecht, Sozialrecht, Familienrecht, Strafrecht, Insolvenzrecht, Versicherungsrecht, Medizinrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Verkehrsrecht, Bau- und Architektenrecht, Erbrecht, Transport- und Speditionsrecht, gewerblicher Rechtsschutz, Handels- und Gesellschaftsrecht.

Umgesetzt sind zudem der neue Fachanwalt für Informationstechnologierecht (kurz IT-Recht) sowie Urheber- und Medienrecht.